Tod eines Bürgermeisters

Seine Geschichte klingt dramatisch: Der arme Johann Springintgut verschied 1455 kläglich dürstend, hungernd und einsam in einem Turm der Stadtbefestigung. In dieses Verlies hatten Häscher den wackeren Bürgermeister geworfen, der für die Interessen Lüneburgs gekämpft hatte. Der Turm ist lange geschleift, doch das runde Pflaster vor der Ritterakademie am Graalwall erinnert noch heute an den Kerker und seinen prominenten Gefangenen. Doch wie das so ist mit schönen Geschichten wahrscheinlich war alles ein wenig anders.

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