Freudenthal_Kusel1
In Soltau wahn vör langen (1) Jahren mal en Jud, en olen, brawen Mann, de het Kusel (2). Dat wör in en Tied, as de Juden, wenn se sick in en Stadt besetten wollen, noch en extrae Afgaw gewen un verspreken mössen, dat se ehren Hannel un Wannel ehrlich un rechtlich bedriewen wollen. Dorvör würr jüm denn von Obrigkeits wegen in jede Wies' Schutz tosichert, un se föhren in de amtlichen Akten un Papieren den Titel Schutzjuden. So'n Schutzjud wör ok de ole Kusel; he lew von sinen Hannel, den he as Ümdräger bedreew, un sur genog leet he et sick üm sinen Verdeenst wer'n, denn et wör keen licht Stück, enen swaren Paken mit Tüg un allerhand War von Dorp to Dorp un von Hoff to Hoff to slepen, namentlich vör en olen Mann up de wieden Weg' in de Lüneborger Heid', wo de Dörper, wi jedereen weet, watenkelt un eensam liegt.
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