Wolfsbüro im Visier
Haben es niedersächsische Behörden im Zusammenhang mit der Auswilderung eines Wolfswelpen mit der Wahrheit nicht so genau genommen? Diese Frage treibt seit Wochen den Jäger, Schriftsteller und ehrenamtlichen Wolfsberater Gert von Harling (71) aus Lüneburg um. Wie berichtet, wurde im Sommer ein abgemagerter Wolfswelpe zwischen Soltau und Schneverdingen von einer Familie aufgelesen und in der Wildtierauffangstation Soltau versorgt mit möglichst wenig menschlichem Kontakt, um eine Prägung zu vermeiden. Anstatt das Tier jedoch anschließend in ein Wildtiergehege zu geben, entschied sich das Wolfsbüro beim Niedersächsischen Umweltministerium für eine Auswilderung.