<01_Ueberschrift>Die Vettern von Wahlstatt</01_Ueberschrift>

Im Jahre 1242 vervetterten sie sich, die sechs schlesischen Adelsgeschlechter der Familien Zedlitz, Strachwitz, Rothkirch, Prittwitz, Nostitz und Seydlitz. Ein Jahr zuvor, am 9. April 1241, hatten die Rothkirchs in der Schlacht der schlesischen und polnischen Ritter gegen die Mongolen 34 männliche Familienmitglieder verloren, so dass die Gefahr bestand, dass sie ihren gesamten Besitz verlieren würden. Am ersten Jahrestag der bis in die heutige Zeit nachwirkenden Schlacht, in welcher auch der Feldherr, Herzog Heinrich II, Sohn der heiligen Hedwig, der Schutzpatronin Schlesiens, sein Leben verlor, erklärten sich die Familienoberhäupter der sechs zu Vettern und schworen sich ewige Treue.

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