<01_Ueberschrift>Zeitzeugenbericht Über Leben in der DDR-Zeit</01_Ueberschrift>
Sieben Tage vor dem Fall der Mauer ließen die Behörden der DDR den seit Jahren in Munster lebenden Gerhard Mühl-Benninghaus mit seiner Ehefrau und deren drei Kindern in die Bundesrepublik ausreisen. Endlich waren sie diesen unzuverlässigen katholischen Theologen, der als Katechet zuletzt in Haldensleben tätig war und dem man zutraute, dass er heimlich gegen die sozialistischen Errungenschaften, wie sie in der DDR verwirklicht waren, vorgeht. Das konnte er inzwischen aus den Akten, die die Staatssicherheit über ihn geführt hatte, erfahren. Und wer diesem DDR-Monster Stasi alles über den Katechet Informationen lieferte, das bereitet Mühl-Benninghaus heute noch manch schlaflose Nacht.