Singen verbindet

Dabei wird mit klar: Es gibt bei allem Krieg, bei allem Flüchtlingselend an Grenzzäunen oder auf dem stürmischen Meer, bei aller Gewalt auch in unserem Land, wo sich aus Bürgerwehren manchmal sogar terroristische Vereinigungen mit hohem Gewaltpotential entwickeln, trotzdem auch viel Gutes, das viel zu leicht übersehen wird: Ich denke dabei an meinen Gang durchs Bürgerhaus am Donnerstag, wo ich jemanden vergeblich suchte, dabei aber auf eine Gruppe von Neubürgern stieß, die in einem Kurs intensiv dabei waren, ihr Deutsch weiter zu verbessern. Ich denke an den Flüchtling aus Syrien, der mir letzte Woche ausführlich aus seiner Heimatstadt Aleppo berichtete und der dabei über ein hoch-interessantes Wissen über die Schöpfungsgeschichten der wichtigsten Weltreligionen verfügte, die alle aus dem vorderen Orient, der Gegend um Syrien und den Irak stammen. Ich denke an die vielen musikalischen Gruppen in unserer Kirche, die Gott und das Leben loben, das er uns geschenkt hat: ob mit Posaunenstücken, ob mit Gospel-Einlagen, ob mit Gitarrenliedern, Band-Stücken, Orgelklang in Klassik oder modern oder mit ganz verschiedenen Chor-Liedern aus aller Welt Schon Martin Luther vor 500 Jahren hat sich dafür eingesetzt, dass die Menschen Gott mit neuen Liedern loben und hat deshalb christliche Texte auf allgemein bekannte Schlagermelodien seiner Zeit gedichtet, so dass die Leute wieder Spaß am Singen und Musizieren bekamen. Auch heute gibt es genug, wofür wir Gott loben und danken können; und das sollten wir zusammen mit anderen auch tatsächlich tun: Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder!

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