V Leserbriefe
So eine Informationsveranstaltung über Lip- und Lymphödeme, wie sie von Karl-Heinz Röder organisiert und sehr engagiert geleitet wurde, ist für mich und andere Erkrankte Balsam für die geschundene Seele und ein Licht in der Dunkelheit. Dunkelheit deshalb, weil diese Krankheiten scheinbar weder von vielen Fachärzten, noch von den Krankenkassen oder der medizinischen Forschung als das erkannt werden, was sie sind: Für die Betroffenen, bei denen es sich fast ausschließlich um Frauen handelt, beherrschen sie das komplette Leben. Neben der gesellschaftlichen Stigmatisierung, die vom unförmigen Äußeren der Frauen herrührt, den ständigen Schmerzen und der in den meisten Fällen im Verlauf der Krankheit eingeschränkten Beweglichkeit kommt noch die Ächtung durch Ärzte dazu. Es ist schwierig bis fast unmöglich, eine gute Behandlung beziehungsweise Beratung zu erhalten.