Lucas_Eri275_Koeniggraetz

Ein Ergebnis des preußisch-österreichischen Krieges gegen Dänemark (1864) war die Abtretung der Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg an Preußen bzw. Österreich; sie sollten von den beiden Großmächten gemeinsam verwaltet werden. Bald zeigte sich aber, dass das österreichische Kaiserreich und das preußische Königreich über die Zukunft Schleswigs und Holsteins unterschiedliche Vorstellungen hatten: Österreich wünschte einen selbständigen Mittelstaat, der aus Furcht vor dem preußischen Nachbarn Anlehnung suchen würde; Preußen - unter Ministerpräsident Bismarck - erstrebte einen außenpolitisch, wirtschaftlich und militärisch völlig abhängigen Mittelstaat. Bismarck wollte zu diesem Zeitpunkt die preußische Führungsrolle in Norddeutschland noch mit diplomatischen Mitteln erreichen und versuchte deshalb, alle friedlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um mit Österreich im Gespräch zu bleiben.

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