4 Leserbriefe
Zurzeit überbieten sich die Medien wieder einmal mit Meldungen über den unlauteren Erwerb eines akademischen Grades, im konkreten Fall von Frau Dr. Annette Schawahn. Ich kann mit Bedenken und Vorbehalt noch Verständnis dafür aufbringen, dass sich eine Person gerne mit einem akademischen Grad "schmücken" möchte, was mir jedoch völlig unverständlich und mehr als bedenklich erscheint, ist die Tatsache, dass ein "Doktorvater" und die für die Prüfung und Bewertung der vorgelegten Doktorarbeit und die Erteilung des Doktorgrades zuständigen Gremien nicht bemerkt haben, dass ihnen eine nicht korrekte Arbeit vorgelegt worden ist und der Doktorgrad gar nicht hätte erteilt werden dürfen, wobei ich davon überzeugt bin, dass sich die Mehrzahl der Promotionen auf natürlich kennzeichnungspflichtige Fachliteratur abstützt. Es fällt auf, dass das Bedürfnis nach "akademischem Schmuck" nur im CDU/CSU/FDP-Bereich zu grassieren scheint oder sollte man da auf dem linken Auge blind oder gar weniger gebildet sein?