1210_Redensarten3
Die Redensarten, die von Kampf und Streit sprechen, klingen oft mehr nach Prügelei als nach Kampf mit der Waffe: "De hebbst sick in den Wull hatt; wenn sick twee in de Haar kriegt, geigt dor een schriegend vun af. " Oder man fühlt sich erinnert an die Schützenfeste der Handwerkerzünfte, die in den Städten während des Mittelalters aufkommen: "Dor hest Du den Nagel up'n Kopp drapen", der Nagel stak in der Mitte der Scheibe, wie war mit ihm auf einem Untergrund befestigt; "Klaus hett den Wagel afschaten" (er hatte die beste Leistung erzielt). Der plattdeutsche Name "Bestmann" könnte "Schüzenkönig" bedeuten, denn man sagt auch: "Klaus is Bestmann worrn. " "Ich heff em bannig up den Kieker" entspricht genau der hochdeutschen Wendung "ich habe ihn aufs Korn genommen", denn "Kieker" ist der alte niederdeutsche Ausdruck für die Visiereinrichtung am Gewehr.