1210_Sitten1
Weit verbreitet ist in ganz Norddeutschland beim Landvolk die Sitte, einen bärtigen in große Pelze oder auch in Erbsstroh gehüllten Mann am Weihnachtsabend auftreten zu laßen, welcher die Kinder fragt, ob sie beten können, und wenn sie die Probe bestehn, dieselben mit Aepfeln, Nüßen und Pfefferkuchen beschenkt, dagegen die, welche nichts gelernt haben, bestraft. In der Mittelmark ist der am meisten verbreitete Name desselben de hêle Christ (der heilige Christ) oder Knecht Ruprecht; ebenso Knecht Ruprecht (auch Hans Ruprecht und verderbt Rumpknecht) in der Gegend von Teupitz, Treuenbrietzen, Halle, in der goldenen Aue und am Südharz; im Meklenburgischen dagegen heißt er rû Clås oder der rauhe Clâs, in der Altmark, Braunschweig, Hannover bis nach Ostfriesland hinauf Clås, Clåwes, Clås Bûr und Bullerclås. Zuweilen führt er einen langen Stab und Aschenbeutel, z. B.
Orte
- Altmark
- Basum
- Bergkirchen
- Brandenburg
- Braunschweig
- Cremlingen
- Deetz
- Elm
- Goldene Aue
- Halle
- Hannover
- Hohennauen
- Kemnitz
- Kl. Scheppenstädt
- Leipzig
- Mark
- Mecklenburg
- Meklenburgischen
- Mellin
- Mittelmark
- Norddeutschland
- Oldenburg
- Osnabrückschen
- Ostfriesland
- Otternhagen
- Pommern
- Rathenow
- Sachsen
- Schorau
- Südharz
- Teupitz
- Thüringen
- Treuenbrietzen
- Westfalen
- Zerbst