0924_GedichtBrunnen
Geplätscher nur vom alten Brunnen tönt. Wer aber Gast war unter meinem Dache, hat sich stets bald an diesen Ton gewöhnt. Zwar kann es einmal sein, wenn du schon mitten im Traume bist, dass Unruh geht ums Haus, der Kies beim Brunnen knirscht von harten Tritten, das helle Plätschern setzt auf einmal aus, und du erwachst, dann musst du nicht erschrecken! Die Sterne stehn vollzählig überm Land, und nur ein Wandrer trat ans Marmorbecken, der schöpft vom Brunnen mit der hohlen Hand.