Der Bürgermeister
Historisch leitet sich der Begriff Bürgermeister zu einem Teil aus dem althochdeutschen Wort burga ab und bezeichnet damit die mittelalterliche Burg als befestigten Wohnsitz. Die städtische Selbstverwaltung entwickelt sich ab dem 11. Jahrhundert, begünstigt durch den Machtkampf zwischen Kirche und Kaiser (Investiturstreit). Kaiser und Fürsten haben das Machtpotenzial der durch das Marktwesen wohlhabend und wehrfähig gewordenen Städte erkannt und billigen ihnen zunehmend Privilegien in den Bereichen Gerichtswesen, Zölle und Verwaltung zu.