7 Leserbriefe
Die Medien berichten über Gewaltexzesse junger Menschen, die hemmungslos auf Menschen einprügeln, auf sie eintreten ohne Rücksicht auf die Folge für deren Leib und Leben. Das erinnert mich an Erfahrungen, die ich vor zirka 50 Jahren machte: Ich leistete ein Praktikum ab in der Berliner Jugendstrafanstalt Plötzensee, übernahm die sozialpädagogische Betreuung der Langstrafer (Täter, die zu einer Freiheitsstrafe von sechs bis zehn Jahren verurteilt waren; letzteres ist die Höchststrafe für jugendliche Straftäter, regelmäßig verhängt bei Mord). Deren kriminellen Karrieren begannen ab dem sechsten bis achten Lebensjahr: Leistungsverweigerung in der Schule, Schwänzen Aggressionen gegen Mitschüler, Abpressen von Geld kleinere Diebereien wachsende kriminelle Energie: Einbrüche, Raub, Überfälle ... Die Schule verfügt nicht über "Betreuungs-/Förderungsangebote"; deshalb zeitweiliger Ausschluss vom Schulbesuch, Schulverweis.