Wehr- oder Kriegsdienstverweigerung
Der Wille den Kriegsdienst zu verweigern ist so alt wie der Krieg an sich. Die urchristliche Kirche etwa legte das Gebot der Nächstenliebe soweit aus, dass auch die Selbst- und Glaubensverteidigung durch Gewalt verboten war. Das änderte sich erst, als das Christentum unter Kaiser Konstantin zur Staatsreligion mutierte (Konstantinische Wende). So gab es schon immer Bevölkerungsgruppen in einzelnen Ländern, die nicht zum Kriegsdienst eingezogen wurden Die verbriefte Wehrbefreiung für Glaubensflüchtlinge (gegen Ausgleichszahlung) kannte schon das friderizianische Preußen.