0326_Stöhrkreuz
Mit dem Stöhrkreuz ragt ein Stück altsächsischen Götterglaubens in unsere Gegenwart hinein. Im Jahre 1510 trug man den alten Schäfer Stöhr vom Heidenhofe gen Soltau zu Grabe. Als sich auf der Thorheide plötzlich ein Unwetter erhob, flüchteten die Leidtragenden unter knorrige Eichen und Wacholder. Von Angst und Schrecken erfüllt, sprach ein Träger den uralten Wetterspruch, mit dem Stöhr Schlechtwetterklagen (seiner Zeitgenossen) zurückgewiesen hatte: It is Thors will un Thors weer - sä Stöhr-da lev hei noch.