0410_Sitte7Tod
Sind die an die Hochzeit geknüpften Sitten die Spiegelung der höchsten Freude, die in der Seele des bäuerlichen Menschen liegt, so zeigen die mit dem Tod und Beerdigung verbundenen sittenmäßigen Handlungen, die viel fester überliefert sind, sein Herz im tiefsten Leid, so Dr. Kurt Heckscher in seiner 1938 erschienenen Heidmärker Volkskunde. Um dem Sterbenden, der einen schweren Todeskampf hat, diesen zu erleichtern, legt man ihm eine Bibel unter das Kopfkissen. Die Bedeutung der Nachbarschaft zeigt sich mehr als bei den freudigen Lebensfesten beim Tode.