Ferienspaß in Kamp
In den Hungerjahren während des Ersten Weltkrieges und danach fuhren wir in den Ferien öfter von Stettin nach Kamp. Ein kleiner Bootshafen, darum einige Häuser und eine kurze Dorfstraße, die zum Eisenbahndamm führte und weiter nach Rosenhagen abzweigte, war alles, was auf den ersten Blick von Kamp zu sagen war. Meine Tante führte neben der Landstelle einen Laden mit Salz, Mehl, Zucker, kurzum all den kleinen Dingen des täglichen Bedarfs. Um groß einkaufen zu können, musste man zum nächsten Ort Karnin, und der lag auf der anderen Peeneseite, erreichbar mit dem Ruder- oder Segelboot, sonst zu Fuß über die Eisenbahnbrücke, an deren fünf Bogen neben dem Gleiskörper ein Fußgängersteg angebracht war.