Lucas_Eri_09KW
Im Spätherbst 1816 wurde in Kassel eine der stärksten Frauen des 19. Jahrhunderts geboren: Malvida von Meysenbug. Zunächst wohlbehütet in ihrem Geburtsort, dann in Detmold, aufgewachsen, setzte sie sich nach einem Aufenthalt in Frankfurt/M und unter dem Einfluss eines befreundeten, seelenverwandten Theologiestudenten gegen ihre konservative Familie durch, lebte fortan auch ihren eigenen Interessen für Literatur, Philosophie, Politik; 1848 bekannte sie sich als eine der ersten Frauen in Deutschland zu sozialistisch-demokratischen, emanzipatorischen Idealen. Nach Scheitern der Frankfurter Paulskirchenrevolution ging Meysenbug nach London und begegnete dort, anschließend in Paris, bedeutenden Persönlichkeiten der Zeit; sie verkehrte mit ihnen auf Augenhöhe und förderte sie uneigennützig: Charles Baudelaire, Hektor Berlioz, Ferdinand Freiligrath, Giuseppe Garibaldi, P.