Kopie von IsernhagenEriWdf_03

An Besuchen der Kranken hat es weder mein Vater fehlen lassen, noch, soweit es sich um Krankheitsfälle in Wietzendorf handelte, meine Mutter. Sie hat manches Süppchen für die Kranken gekocht, auch wohl selbst hingetragen, wie sie auch die Armut mit mancher Gabe zu lindern suchte, wie ein noch vorhandenes Ausgabenbuch beweist. Vor Weihnachten pflegte mein Vater um Gaben für die Armen zu bitten und für das Geld, das dann zusammenkam, wurden Zeugstoffe gekauft, aus welchen die Frau unseres Hausschneiders [Wrigge, Wiesenstr. 3] auf der Pfarre wärmende Sachen für die Armen verfertigte.

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