Sitten_Damenfuehrung

Die Gewohnheit der Chapeaux, die Damen sowohl über die Straße als auch von einem Zimmer in das andre zu führen, soll von den sehr hohen Absätzen herrühren welche die letztern einmal in Frankreich getragen haben, bei denen es ohne große Uebung gar nicht möglich war, unter hundert Schritten nicht einen Fehltritt zu thun. Die Damen mußten sich also an Jemanden anschließen, der fester stand und ging, als sie selbst, um keinen Fehltritt zu thun. Das Kloster Dönebrok in Ostfriesland zankte sich im Anfange des sechszehnten Jahrhunderts [33] mehrere Jahre lang mit verschiedenen Eingesessenen in der angränzenden Kommune Bellingvolde im Gröningerlande, über den Besitz einiger Ländereien. Endlich traten im Jahre 1521 der Graf Edzard von Ostfriesland und der Bischof Erich von Münster ins Mittel, um den Streit zu schlichten.

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