Flau im Magen
Als ausgereifter Fleischesser und Grillfreund habe ich mich bisher gegenüber Barrikadenstürmen radikaler Tierschützer von Peta für immun gehalten. Die essen nur Huhn, wenn es sich das Schenkelchen persönlich ausgerissen hat, witzelte man in meiner Jugend über die Hardcore-Vegetarier. Doch wissend, dass für das Geflügelfleisch auf dem heißen Rost und das brutzelnde Spiegelei in der Pfanne für meinen fünf Personen umfassenden Haushalt jedes Jahr wenigstens 17 frisch geschlüpfte, puschelige Küken erst ins Gas und dann in den Müll geschickt werden das verdirbt mir dann doch etwas den Appetit. Während Politik und Verbände froh sind, dass hierzulande die 50 Millionen Bruderküken nicht mehr blutig durch den Häcksler gescheucht werden, sondern eine CO2-Behandlung vorgenommen wird, frage ich mich, ob es nicht doch besser ist, bei dem harten Wort vergasen zu bleiben.