Lucas_Eri_Hugenberg

Nach dem Ersten Weltkrieg entstand aus den Trümmern des zweiten Deutschen Kaiserreiches als neue politische Organisationsform eine parlamentarische Republik, die nach dem Tagungsort der Nationalversammlung als Weimarer in die Geschichte eingegangen ist. Sie stand von Anfang an unter dem Druck des Versailler Friedensdiktates der Siegermächte, sich aus der Niederlage ergebenden wirtschaftlichen Krisen und - vor allem - der grundsätzlichen Feindschaft der antidemokratischen Linken und Rechten. Kommunisten (KPD) und Nationalsozialisten (NSDAP) konnten bei den Reichstagswahlen bis Anfang der dreißiger Jahre die Zahl ihrer Mandate zwar stetig steigern, erreichten aber nie die zum Sturz des verachteten bürgerlichen Systems nötigen parlamentarischen Mehrheiten. Adolf Hitler, Führer der NSDAP, schloss deshalb im Herbst 1931 mit einigen nationalistischen Organisationen der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP), Teilen der Deutschen Volkspartei (DVP) und Vertretern der Wirtschaft ein antirepublikanisches Aktionsbündnis, nach dem Ort der Übereinkunft als Harzburger Front bezeichnet.

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