Kroeger_HerrenhaeuserGaerten
Die weltberühmten Herrenhäuser Gärten gehen auf einen sehr prosaischen Anfang zurück. Als Herzog Georg von Calenberg, der von seinen Brüdern im Losverfahren zum alleinigen erbberechtigten Thronfolger bestimmt worden war, 1636 im Dreißigjährigen Krieg seine Residenz nach Hannover verlegte, ließ er in dem nordwestlich der Stadt gelegenen Dorf Höringehusen ein Vorwerk zur Versorgung der Hofküche anlegen. Sein dritter Sohn Johann Friedrich, der zum Katholizismus konvertiert war und der bis Ende 1679 (nicht 1675, wie Seite 142 angegeben) regierte, unternahm die ersten Schritte zur späteren Bedeutung des Ortes. Er ließ das Gu Höringehusen zur Sommerresidenz ausbauen und gab ihm den Namen Herrenhausen.