Winterhilfe für den Kobold der Gärten
Wer liebt sie nicht, die koboldhaften Kletterkünstler mit den Pinselohren und dem langen, buschigen Schwanz. Im Herbst, wenn das Laub der Linden und Ahornbäume gold-gelb leuchtet und rote Beeren an Heckenrosen und Weißdornbüschen prangen, kann man die flinken Nager nicht nur behände Baumstämme hinauf- und kopfüber hinunterklettern oder in luftiger Höhe von Ast zu Ast springen sehen, sondern mit etwas Glück auch beobachten, wie sie Pilze in Astgabeln zum Trocknen aufhängen, Nüsse, Samen und Kerne in Rindenspalten verstauen oder scharrend und buddelnd im Boden verstecken. Denn im Gegensatz zu Igeln, Haselmäusen, Siebenschläfern und Fledermäusen halten Eichhörnchen keinen Winterschlaf, sondern lediglich Winterruhe: Während der kalten Jahreszeit werden die körperlichen Aktivitäten heruntergefahren, Herzschlag und Atmung verlangsamen sich und die sonst so putzmunteren Tiere ziehen sich in ihren Kobel zurück, einem kugelförmigen Nest, das aus Ästen, Zweigen und Blättern in über sechs Meter Höhe in einer geeigneten Astgabel gebaut und mit Blättern, Moosen und Gräser ausgepolstert wird. Die Kobel sind fast wasserdicht, bieten mit einer Wandstärke von rund 20 Zentimetern einen guten Wärmeschutz und haben mindestens einen Ein- und Ausgang, damit die einzelgängerischen Bewohner besser vor Fressfeinden wie dem Baummarder fliehen können.