„In den nächsten 20 Jahren passiert gar nichts"

Der Nachricht war seit längerem erwartet worden, der Zeitpunkt und die Umstände der Verbreitung überraschten dann aber doch. Mitten in der parlamentarischen Sommerpause und den Niederäschsischen Schulferien wird durch eine Veröffentlichung unter anderem in der Böhme-Zeitung bekannt, dass Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) sich festgelegt hat – auf den Neubau einer ICE-Trasse durch die Lüneburger Heide, orientiert am Streckenverlauf der Autobahn 7. Er folgt damit der Bahn-Expertise, die davon ausgeht, dass sich weder die angestrebte bundesweite Vereinheitlichung von Abfahrzeiten („Deutschlandtakt“) noch die prognostizierten und erwünschten starken Zuwächse im Personen- und Güterverkehr allein durch den Ausbau von Bestandsstrecken beziehungsweise bestandsnahem Neubau bewältigen lassen. Das Votum des zuständigen Ministeriums erhöht die Wahrscheinlichkeit einer neuen Trasse, aber noch wollen sich die Gegner eines solchen Mammut-Bauprojekts nicht geschlagen geben.

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