Rückkehr der tierischen Baumeister
Jahrhundertelang wurde der Biber wegen seines Fleisches, Fells und seines Drüsensekrets bejagt. Im Mittelalter erklärten Kirchenvertreterinnen und Kirchenvertreter ihn kurzerhand zum Fisch, weil er einen geschuppten Schwanz hat und am Wasser lebt. So gelangte sein Fleisch sogar in der Fastenzeit auf den Tisch. Unter Pelzhändlern galt der Biber als „König der Pelztiere“, während das sogenannte Bibergeil – ein talgiges Drüsensekret zur Fellpflege und Reviermarkierung – als begehrtes Heilmittel gegen Nervenerkrankungen, Gliederschmerzen und Krämpfe gehandelt wurde.